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Der Innovationsprozess lässt sich in folgende
Einzelschritte unterteilen:
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Der Innovationsprozess beginnt damit, dass
sinnvolle Suchfelder definiert werden. Dadurch soll erreicht werden,
dass aus der Sicht des Unternehmens realistische Ideen entwickelt
werden. Außerdem soll der Verzettelung bei der Ideenfindung
und damit bei der Durchführung des gesamten Innovationsprozesses
entgegengewirkt werden. |
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Auf der nächsten Prozessstufe sind möglichst viele Ideen
zusammenzutragen. Auf eine Bewertung ist zunächst zu verzichten. Bei
diesem Vorgang dominieren Kreativität, offenes Denken und Systematik. |
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Danach ist zu erörtern, ob und in welche marktfähigen
Produktkonzepte sich die gefundenen Ideen umsetzen lassen. |
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In einem weiteren Schritt sind die verschiedenen Produktideen
im Hinblick auf ihre Realisierbarkeit im Unternehmen zu überprüfen
und auf ihren ökonomischen Nutzen für das Unternehmen zu bewerten. |
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Hat dieser Prüfvorgang zu einem positiven Ergebnis geführt,
ist in der folgenden Phase das Produkt nach Festlegung seiner funktionalen
Eigenschaften technisch zu entwickeln. |
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Gleichzeitig ist das Marketing-Konzept zu entwickeln.
Hierbei sollten Marketing und Technik ihre Planungen koordinieren
und harmonisieren. |
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Auch muss das Produkt marktreif gemacht werden, indem
Produktmenge, Qualität, Verpackung, Produktpreis und Produktname festgelegt
werden. |
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Schließlich sind im notwendigen Umfang Produkt- und
Markttests vorzunehmen. Dadurch soll festgestellt werden, ob das Marketing-Konzept
vom Markt akzeptiert wird. Möglicherweise empfiehlt es sich, das neue
Produkt in einem Testmarkt einer Bewährungsprobe auszusetzen. |
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Bei positivem Testabschluss beginnt die Produkteinführung,
die am Ende des Innovationsprozesses steht. Diese Abschlussphase ist
gründlich vorzubereiten und durch unterstützende Maßnahmen zu begleiten.
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Der Innovationsprozess besteht also aus
verschiedenen wichtigen Stufen, von denen keine übersprungen werden
darf, wenn der Erfolg des Projektes nicht in Frage gestellt werden
soll. Auch ist in jeder Phase mit ausreichender Sorgfalt vorzugehen.
Dabei ist der zeitliche und der finanzielle Aufwand zu begrenzen.
Nach jeder Stufe ist zu entscheiden, ob der Prozess fortgesetzt oder
abgebrochen werden soll. Der Innovationsprozess beinhaltet somit nicht
nur die Aufgabe der Optimierung, sondern in sehr starkem Maße auch
der Selektion. Um alle Kräfte auf die chancenreichen Projekte konzentrieren
zu können, ist es ungemein wichtig, sich von den chancenlosen Ideen
zu trennen, und dies möglichst frühzeitig.
Die Selektion ist auf der Grundlage "harter Fakten" zu treffen. In
der Praxis besteht stets die Gefahr, sich vom Wunschdenken leiten
zu lassen. Auch entstehen oftmals "Lieblingsideen", die unkritisch
vorangetrieben werden. Um letzteres zu vermeiden, empfiehlt es sich,
exakt zu definieren, welche Voraussetzungen erfüllt sein oder welche
Ergebnisse vorliegen müssen, damit eine Prozessstufe als abgeschlossen
betrachtet werden und die nächste Stufe beginnen kann.
Zu einer umfassenden Beurteilung von Innovationen gehört neben der
rationalen Bewertung auch die Intuition. Das gilt besonders für ausgefallene
oder revolutionäre Produktideen.
Booz, Allen & Hamilton haben in verschiedenen Zeitabständen untersucht,
wie viele neue Produktideen durchschnittlich erforderlich sind, um
ein erfolgreiches Produkt auf den Markt zu bringen. Nach diesen Recherchen
waren in den 70er Jahren und davor im Durchschnitt 58 neue Ideen für
ein erfolgreiches Produkt notwendig.
Aktuelle Untersuchungen (Booz, Allen & Hamilton) zeigen auf, dass
heute durchschnittlich aus 7 neu aufgenommenen Ideen ein erfolgreiches
Produkt entsteht.
Nach einer internen Studie im Hause Dr. A. Oetker gehen von zunächst
300 anfänglichen Produktideen nur 30 in die Phase der Projektreife.
Diese 30 Produktideen werden von Forschung und Entwicklung sowie Produktion
und Technik geprüft, bevor die dann noch verbleibenden 22 Ideen von
der Marktforschung getestet werden (Konzeptionstest, Produkttest,
Testmarkt). Nach durchschnittlich 6 Monaten Entwicklungs- und Forschungsarbeit
werden von den 300 Produktideen 10 verwirklicht, indem sie national
eingeführt werden. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass das eine oder
andere Produkt innerhalb von zwei Jahren auf Grund unzureichenden
Absatzerfolgs wieder aus dem Markt genommen werden muss.
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